Amphibien- und Reptilienschutz aktuell


Aktuelles:

- Amphibienwanderung 2020

- Die Zauneidechse - Reptil des Jahres 2020


Amphibienwanderung 2020

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Schutzzaundatenbank

 

18.03.2020:

Nachdem in der letzten Woche zwei bis drei richtig bedeutsame Wandertage zurückliegen, wo bereits bundesweit viele Amphibien die Laichgewässer bereits erreicht haben, ist die aktuelle Situation etwas chaotisch. Aufgrund der Absenkung der nächtlichen Temperaturen sind größenteils die Wanderung wieder eingestellt. Die Tagestemperaturen sorgen dafür, dass das Laichgeschehen für die Tiere die bereits am Laichgewässer sind, schon bereits im vollen Gange ist. So konnten aus vielen Regionen bereits Laichballen von Spring-, Gras- und Moorfrosch beobachtet werden und auch Laichschnüre von Erd- und Knoblauchkröte. Auch bei den Molchen werden bereits die Eier abgelegt. Hier insbesondere beim Kammmolch.

10.03.2020:

Es geht los...

Seit gestern steigen die Meldungen und auch die Zahlen der wandernden Amphibien. Die milden Nächte die mancherorts noch bis Morgen andauern, verursachten in manchen Regionen den ersten großen RUN.

So konnten gestern bei Backnang in Baden-Württemberg 344 Amphibien über die Straße gebracht werden, insgesamt schon weit über 2000 dieses Jahr. In Rheinland-Pfalz konnten im Soonwald vielerorts Grasfroschlaichballen gefunden werden, die Art scheint dort durch zu sein. Auch die Molche (Berg-, Faden-, Kamm- und Teichmolch) haben dort die Gewässer in hohen Dichten erreicht. Bei Stromberg wurden auch Feuersalamander und Kröten auf den Straßen gestern Abend endeckt.

Aus Niedersachsen im Kreis Hannover wurden an einem Zaun gestern 193 Amphibien über die Straße gebracht (Erdkröte, Gras- und Teichfrosch). Aus Hessen im Werra-Meißner-Kreis liegt eine Meldung von 100 Teichmolchen, 300 Erdkröten und 10 Teichfröschen von der Zaunbetreuung vor.

Heute Nacht sind sicher vielerorts weitere und in höher Anzahl wandernde Amphibien gesichtet und über die Straßen getragen worden. Es bleibt spannend wie es weiter geht, da die nächtlichen Temperaturen in den nächsten Tagen wieder deutlich sinken, dafür die Tagestemperaturen steigen werden.

10.03.2020:

Im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen konnten an einem Zaun bereits 61 Erdkröten und 1 Bergmolch über die Straße getragen werden. Aus Sachsen wurden aus dem Wermsdorfer Forst 73 Springfroschlaichballen gemeldet. Grasfroschlaichballen sind nun fast überall im Verbreitungsgebiet zumindest vereinzelt zu finden. Im Nordosten von Nordrhein-Westfalen konnte hingegen erst ein Grasfrosch am Zaun gefunden werden. Die nächsten beiden nächten sind fast bundesweit sehr mild vorhergesagt, sodass mit einer verstärkten Amphibienwanderung zu rechnen ist. An besonders wärmebegünstigten Stellen könnte dies sogar schon für den Großteil der wandernden Amphibien ausreichen um an die Laichgewässer zu wandern.

Danach sinken allerdings die nächtlichen Temperaturen wieder, stellenweise sogar um den Gefrierpunkt, sodass die Wanderungen wieder zum Erliegen kommen könnten.

08.03.2020:

In der letzten Wochen gingen die Meldungen deutlich zurück. Die niedrigen nächtlichen Temperaturen hatten fast bundesweit die Wanderungen zum Erliegen gebracht. Einzelne Meldungen haben wir am 05.03.2020 von 23 Erdkröten bie 7°C bei Monzingen/Nahe in Rheinland-Pfalz, von 3 Teichfröschen und 10 Erdkröten aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen, Grasfroschlaichballen aus dem Spessart in Hessen. In Sachsen-Anhalt ist der Springfrosch mit dem Laichen vermutlich in den wärmebegünstigten Regionen durch. In Backnang in Baden-Württemberg wird bereits der Zaun für die Rückwanderung aufgebaut, da schon über 1500 Amphibien gewandert sind. Mit der großen Wanderung kann nun zumindest in den wärmebegünstigten Lagen gerechnet werden, sobald die nächtlichen Temperaturen wieder etwas steigen -vorallem in Begleitung von leichten Niederschlägen.

28.02.2020:

Nach dem kurzen Wintereinbruch waren am Wochenende wieder in vielen Regionen günstige witterungsbedingungen. So konnten nun im Soonwald in Rheinland-Pfalz die ersten Bergmolche bei der Balz im Laichgewässer und 16 frische Laichballen des Grasfrosch gefunden werden. Aus dem Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen erhielten wir die Meldung von 20 Erdkröten, 30 Teichmolchen und 6 Grasfröschen die auf dem Weg zum Laichgewässer gefunden wurden. Weiter in Hessen wurden aus dem Main-Taunus-Kreis 40 Springfrosch-Laichballen gemeldet. Aus Bayern im Landkreis Freising liegt eine Meldung aus den letzten Tagen von 30 Erdkröten vor. Weitere Meldungen liegen von Springfrosch- und Grasfrosch-Laichballen aus Baden-Württemberg vor. Am Wochenenden sind vermutlich viele weitere Funde von wandernden Amphibien gelungen, die sicher über die Straße getragen wurden. Nun werden die nächsten Nächte fast bundesweit wieder deutlich kühler, sodass mit einer Wanderpause der Amphibien zu rechnen ist.

28.02.2020:

Aufgrund des fast bundesweiten Wintereinbruchs mit Schnee, Kälte und Sturm haben wir in den beiden letzten Tagen nur Meldungen zur Amphibienwanderung vergangener Tage erhalten. So vom Rosenmontag aus Ravensburg wo 80 Erdkröten unterwegs waren, am 23.02.2020 konnten 150 Erdkröten in Nordhessen im Werra-Meißner-Kreis über die Straße gebracht werden. In der Region Hannover konnten an einem Zaun bereits über 700 Erdkröten über die Straße gebracht werden.

25.02.2020:

Wir erhielten in den letzten Tagen nur wenige Meldungen, dafür teilweise mit bereits hohen Wanderzahlen. In Hessen im Marburg-Biedenkopf-Kreis wurden bereits die ersten Erdkröten (20) und Grasfrösche (10) gesichtet. Aus Rheinland-Pfalz liegen Meldungen aus Monzingen (an der Nahe) von ca. 70 Erdkröten und den ersten Molchen und Feuersalamandern. Gestern konnten im Soonwald bereits 16 Laichballen und 7 adulte Grasfrösche im Wald in einem Weggraben gezählt werden. Aus Sachsen wurden in den letzten Tagen mehrere Einzelfunde von Kamm-, Teich- und Bergmolch bereits aus Gewässern gemeldet sowie einzelne Gras- und der erste Seefrosch.

Aus vielen Regionen haben wir die Meldung bekommen, dass vielerorts die Schutzzäune noch nicht aufgebaut sind. Langsam wird es höchste Zeit dafür, sobald die nächtlichen Temperaturen noch ein bisschen milder werden und ausreichend Feuchtigkeit hinzukommt, ist mit einer erhöhten Wanderbereitschaft zu rechnen.

21.02.2020:

Am 16.02. wurden in Hamburg bereits 5 kleine Erdkröten, 4 kleine Wasserfrösche, 10 Teichmolche und 3 Kammmolche gesichtet. In Sachsen im Salzlandkreis konnte schon die erste Knoblauchkröte und erste Zauneidechsen beobachetet werden, bei Meitzendorf sogar schon die ersten rufenden Grasfrösche im Laichgewässer. In Baden-Württemberg konnten in der Region um Heilbronn sogar schon die ersten Laichballen des Grasfrosch endeckt werden, sowie an betreuten Straßen ohne mobile Zäune 58 Feuersalamander, 52 Erdkröten und 13 Bergmolche. Aus Nordhessen im Werra-Meißner-Kreis wurde die erste Erdkröte gemeldet, genauso wie aus Geesthacht in Schleswig-Holstein wobei es sich hierbei um einen Totfund auf der Straße handelte. Aus Niedersachsen im Landkreis Hildesheim konnten an einem Schutzzaun schon 77 Erdkröten und 5 Molche sicher über die Straße gebracht werden. In Rheinland-Pfalz wurden in Rheinhessen konnten schon erste Erdkröten, Teichmolche und Kammmolche gesichtet. Die meisten Funden gelangen am 16.02. spätere Meldungen sind bei uns noch nicht eingegangen. Allerdings haben wir die erste Fundmeldung aus Schleswig-Holstein von ersten Eiern des Kammmolchs erhalten. Bitte melden Sie uns weiterhin Funde. Bislang handelt es sich wohl nur um Einzelfunde. An milden und wärmebegünstigten Stellen und Regionen können aber bereits schon beachtliche Wanderbewegungen beobachtet werden, sodass es durchaus Sinn macht, die Zäune zu stellen, da wo es noch nicht geschehen ist. In den nächsten Nächten sind die Temperaturvorhersagen stark schwankend und meist noch nicht optimal, sodass es bis zur großen bundesweiten Wanderung noch etwas dauern wird.

 

17.02.2020:

Nach unserer gestrigen Newsletterumfrage mit der Bitte um Meldung von gesichteten Amphibien, erreichte uns eine Meldung über erste einzelne Grasfrösche in Oberföhring (Bayern) am 31.01.-01.02. Aus Seligenstadt (Hessen) wurden auch am 01.02. die ersten wandernden Erdkröten gesichtet, leider davon auch einige überfahren, da der Zaun daraufhin erst am 02.02.2020 aufgestellt wurde. Bislang konnten dort 94 Erdkröten am Zaun gezählt werden. In Niendorf (Sachsen) konnte ein wanderndes Erdkrötenweibchen auf einem Weg beobachett werden. Eine weitere aktuelle Meldung kommt aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf (Hessen). Hier konnten an einer Straßensperrung bereits 5 Erdkröten gemeldet werden. Generell kann man anhand der uns vorliegenden Meldungen zusammenfassen, dass die meisten Beobachtungen am letzten Januartag und den folgenden Februartagen gemacht werden konnten. Danach kam die Wanderung aufgrund von sinkenden Temperaturen wieder fast gänzlich zum erliegen. Die letzten Nächte brachten vielerorts wieder mildere Temperaturen und teils mit Niederschlägen, sodass wir gespannt ihre Meldungen erwarten, wo wieder Amphibien unterwegs sind.

 

14.02.2020:

Nachdem "Sabine" über uns hinweg gezogen ist, erreichen uns langsam wieder einige Meldungen zu Amphibienaktivitäten. Die ersten Kammmolche in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sind unterwegs, hierunter leider auch schon gemeldete Straßenopfer.

In West-Niedersachsen konnten sogar schon an einem mobilen Amphibienschutzzaun vom 09.-12.02. 46 Amphibien sicher über die Straßen gebracht werden, darunter Erdkröte, Grasfrosch, Berg- und Teichmolch. In Schleswig-Holstein konnten schon die ersten Teichmolche in Wassertracht im Laichgewässer beobachtet werden. In Sachsen waren insbesondere in den ersten Februartagen schon Springfrosch, Erdkröte, Teich- und Kammmolch unterwegs. Vom NABU Wittlich in Rheinland-Pfalz wurden bis zum 10.02. bereits 230 Amphibien am Zaun gesammelt und über die Straße gebracht, darunter Erdkröte, Grasfrosch und Fadenmolch. Auch in RLP wurden im Rhein-Selz-Kreis einzelne Kamm- und Teichmolche sowie Grasfrösche bereits in den Laichgewässern beobachtet.

In den letzten Tagen haben wir keine Meldungen erhalten, da die Temperaturen auch wieder deutlich gesunken sind. Bitte informieren Sie uns sobald Sie Amphibien sichten!

07.02.2020:

In den vergangenen Tagen erreichte uns nur eine Meldung von wandernden Teichmolchen bei Hamburg. Sicherlich sind in den vergangenen milden Nächten mit Niederschlägen schon einige weitere Wanderer bundesweit unterwegs gewesen. Da nun die nächtlichen Temperaturen wieder deutlich nach unten gehen, mit zum Teil Nachtfrost, werden die Aktiviäten weiter sinken und teils gänzlich eingestellt werden.

Bitte melden Sie uns Funde und Sichtbeobachtungen, damit wir über einen besseren deutschlandweiten Überblick berichten können!

Meldungen bitte per Email an: info@amphibienschutz.de

02.02.2020:

Milde Temperaturen mit Niederschlägen fast bundesweit lassen nun weitere Amphibien ihre Winterquartiere verlassen um sich auf die Reise zu den Laichgewässern zu begeben. In Rheinland-Pfalz im Soonwald konnten bereits die ersten Fadenmolche in Waldgewässern gefunden werden. Aus West-Niedersachsen erreichte uns eine Meldung über 15 Kammmolche in einem Stillgewässer die bereits in Wassertracht beobachtet werden konnten.

02.02.2020:

In den letzten Tagen wurden uns mehrere Einzelsichtungen gemeldet. Überwiegend in Baden-Würrtemberg und Rheinland-Pfalz wurden bereits die ersten wandernden Amphibien endeckt, so u.a. Spring- und Grasfrosch, Erdkröten, Feuersalamander und sogar schon eine Kreuzkröte. Aufgrund der milden Temperaturen in Kombination mit Niederschlägen am Wochenende sind sicherlich auch in weiteren Regionen die ersten Amphibien gewandert. Dies könnte auch in der kommenden Nacht weitergehen, bis zum Anfang der kommenden Woche die Temperaturen wieder deutlich fallen.

 

Bitte melden Sie uns Funde und Sichtbeobachtungen, damit wir über einen besseren deutschlandweiten Überblick berichten können!

Meldungen bitte per Email an: info@amphibienschutz.de

 


Die Zauneidechse (Lacerta agilis)

-Reptil des Jahres 2020 -

Die DGHT (Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e. V.) hat für das nächste Jahr zum fünfzehnten Mal ein „Tier des Jahres“ gewählt.

Fachlich unterstützt wird diese Aktion der DGHT unter anderen von den österreichischen und schweizerischen Fachverbänden ÖGH und info fauna karch, dem NABU Bundesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik, dem Naturhistorischen Museum Luxemburg. Weitere Sponsoren und Unterstützer der diesjährigen Aktion sind die Wilhelma (Hauptsponsor), der Tiergarten Nürnberg sowie der Tiergarten Schönbrunn in Wien, die DGHT-AG Lacertiden und die Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen.

Weitere Informationen über die Zauneidechse finden Sie in unserem Artportrait, sowie auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. unter: www.dght.de.

Folgende Materialien stehen stehen als Download zur Verfügung:

Flyer

Broschüre

Poster

*** Kinderbroschüre *** neu!



 

 

 


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